SERIE: ICH GRÜNDE EIN EIGENES STUDIO:

TEIL 3 – FINANZAMT, EINE CHECKLISTE

Eigenes Studio - Finanzen, Finanzamt, Steuern, Rücklagen

Ihr habt alle wichtigen Formalitäten für den Start in die Selbständigkeit erledigt? Dann hattet ihr auch schon Kontakt mit dem Finanzamt, das ab jetzt ein nicht unerhebliches Wörtchen mitredet. Über viele Zahlen werdet ihr Rechenschaft ablegen müssen. Wir haben deshalb kurz zusammengefasst, was auf euch in Sachen Geld und Finanzen zukommt, was im Alltag praktikabel ist, an was ihr denken und was ihr auf keinen Fall übersehen solltet.

DAS WIRD ROUTINE…

Es ist grundsätzlich ratsam, alle Belege und Rechnungen, die eurer Studio betreffen, aufzubewahren. Legt euch dafür am besten zuerst eine Liste an, ob handschriftlich oder am Computer mit einem Programm wie zum Beispiel Excel, ist dabei unerheblich. Tragt einfach immer den jeweiligen Betrag des Beleges ein und legt ihn anschließend ab. Dafür reicht am Anfang ein einfacher Ordner, in den ihr die Belege abheftet. Wofür ihr diesen Aufwand betreiben sollt? Nicht nur, um einen Überblick zu behalten. Ihr braucht all das für die Einnahmen-Überschussrechnung.

KONTO UND RÜCKLAGEN

Um in euren Studio-Finanzangelegenheiten Ordnung zu halten zu können, solltet ihr tatsächlich ein separates Konto eröffnen. Nur so behaltet ihr den klaren Überblick über eure Studio-Einnahmen und -Ausgaben. Und wenn ihr es wirklich richtig machen wollt, legt am besten jeden Monat einen festen Anteil eurer Gewinne für die Steuer zurück. Im Allgemeinen werden 30%-40% empfohlen. Klingt viel? Ist aber eure Absicherung vor bösen (steuerlichen) Überraschungen und gibt einfach Ruhe.

Eigenes Studio - Finanzen, Finanzamt, Steuern, Rücklagen

DIE UMSATZFRAGE

Das Geschäft läuft, aber ihr lasst es erst einmal langsam anlaufen? Ob nebenher oder vorerst in Teilzeit: Ist eurer Umsatz am Anfang im Jahr nicht höher als 17.500 Euro dann unterliegt ihr automatisch der sogenannten Kleinunternehmerregelung. Das hat durchaus ein paar schöne Vorteile: Ihr seid ganz automatisch von der Umsatzsteuerpflicht befreit und eine separate Umsatzsteuererklärung ist auch nicht notwendig. Verdient ihr mehr, kommt diese Regelung nicht mehr zum Tragen.
Über die Häufigkeit der Umsatzsteuervoranmeldung informiert das Finanzamt ganz automatisch.

2017-03-30T11:03:25+00:00 30. März 2017|